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Wie aus dem Schweizer Bruttolohn nach Abzügen für Sozialversicherung, Vorsorge, Unfall und Steuern der Nettolohn wird.
Prüf jeden Abzug anhand von Vertrag, Vorsorgeplan und Steuerweg, bevor du den Nettobetrag als korrekt ansiehst.AI-generated with ChatGPT · human reviewed

Deine erste Schweizer Lohnabrechnung erklärt

WEVerfasst vonWorkacross Editorial
Tobias Kern, founder of WorkacrossRedaktionell geprüft vonTobias KernFounder, 27. August 2026

Deine erste Schweizer Lohnabrechnung ist länger als erwartet, und die Hälfte davon besteht aus Abkürzungen. In Blöcken gelesen wird sie deutlich verständlicher – Bruttolohn, dann gesetzliche Sozialversicherung, dann Pensionskasse und Unfall, dann Steuern – und der Betrag, der auf deinem Konto landet, kommt zuletzt. Diese Zahl ist das Ende der Abrechnung, nicht das Ende der Geschichte: Bei Wohnsitz in Frankreich tauchen einige deiner tatsächlichen Kosten dort gar nicht auf.

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Mache aus diesem Ratgeber eine Checkliste

  1. Bruttolohn, Pensum und Abrechnungszeitraum mit dem Vertrag abgleichen
  2. Jeden Abzug identifizieren und Payroll nach unbekannten Bezeichnungen fragen
  3. Abrechnung mit einer gespeicherten Schweizer Lohnschätzung vergleichen
  4. Gesamte CHF-EUR-Wechselkosten vergleichen
In diesem Ratgeber
  1. 1Ganz oben anfangen
  2. 2Der erste Block: die gesetzliche Sozialversicherung
  3. 3Pensionskasse und Unfall: die Zeilen, die niemand für dich vorhersagen kann
  4. 4Steuern und Krankenversicherung stehen vielleicht gar nicht auf dieser Abrechnung
  5. 5Nachrechnen und eine gute Frage stellen

Ganz oben anfangen

Eine Schweizer Lohnabrechnung ist nicht für Menschen gemacht, die zum ersten Mal eine vor sich haben. Nirgends steht, welche Zeilen gesetzlich festgelegt sind, welche dein Arbeitgeber gewählt hat und bei welchen du überhaupt etwas bewirken könntest. Die natürliche Reaktion ist, ans Ende zu springen und zu hoffen, dass die Zahl ungefähr stimmt.

Sie ist lesbarer, als sie aussieht, denn sie folgt immer derselben Reihenfolge. Vier Blöcke: Bruttolohn, gesetzliche Sozialversicherung, Pensionskasse und Unfallversicherung, dann Steuern. Wir nehmen sie einzeln durch, und am Ende hat jede Zeile ihren klaren Platz – auch die, die absichtlich fehlen.

Bevor du einen einzigen Abzug ansiehst, such drei Angaben: die Lohnperiode, deinen Beschäftigungsgrad und den Bruttolohn vor allen Abzügen.

Dann prüf, wie das Jahr aufgeteilt ist. Ein Schweizer Jahreslohn kann in 12 oder in 13 Raten ausbezahlt werden, und ein dreizehnter Monatslohn ist kein zusätzliches Geld – es ist derselbe zugesagte Jahresbetrag in einem anderen Rhythmus. Bonus, Überstunden, Spesen und Naturalleistungen gehören auf eigene Zeilen. Wenn du Mitte Monat angefangen hast, sollte die anteilige Berechnung sichtbar sein.

Es ist verlockend, den Jahreslohn durch zwölf zu teilen und mit dem Kontoeingang zu vergleichen. Warte damit, bis die Zeilen unten Sinn ergeben. Diese beiden Zahlen sollen gar nicht übereinstimmen.

Der erste Block: die gesetzliche Sozialversicherung

Der erste Block an Abzügen ist die staatliche Sozialversicherung. Drei Zweige liegen hier zusammen: die AHV, die staatliche Altersvorsorge und damit die erste Säule. Die IV, die Invalidenversicherung. Und die EO, die den Erwerbsausfall bei Militärdienst und Elternschaft ersetzt.

2026 kosten dich die drei zusammen 5,3% deines beitragspflichtigen Lohns – also des Lohnteils, der für die Beiträge zählt. Die Arbeitslosenversicherung, ALV, kommt mit 1,1% dazu, und nur auf die ersten CHF 148’200, die du im Jahr verdienst.

Bei einem Bruttolohn von CHF 7’000 im Monat sind das rund CHF 371 für die ersten drei und CHF 77 für die ALV. Das sind Beispielzahlen, die die Grössenordnung zeigen; massgebend ist deine Abrechnung. Die Lohnbuchhaltung kann sie als eine Zeile oder als vier ausweisen.

Prüf deshalb zwei Dinge, nicht nur den Prozentsatz: auf welchen Lohnbetrag der Satz angewendet wurde, und ob ein Bonus oder eine unbezahlte Abwesenheit diesen Betrag in diesem Monat verschoben hat.

Pensionskasse und Unfall: die Zeilen, die niemand für dich vorhersagen kann

Das BVG ist deine berufliche Vorsorge – die zweite Säule, geführt von einer Pensionskasse, die dein Arbeitgeber ausgewählt hat. Anders als bei den Prozentsätzen oben gibt es hier keinen landesweiten Satz. Die Kasse legt die Beiträge auf deinem versicherten Lohn fest, und was auf der Abrechnung erscheint, hängt von deinem Alter ab, vom gewählten Plan und davon, wie dieser Plan den versicherten Lohn definiert.

Eine Regel gilt überall: Der Arbeitgeber muss mindestens die Hälfte der gesamten Beiträge an den Arbeitnehmerplan finanzieren. Ein grosszügiger Plan ist deshalb bares Geld wert, und es ist völlig legitim, vor der Unterschrift danach zu fragen.

Die Unfallversicherung teilt sich in zwei Teile. Die Berufsunfallversicherung zahlt der Arbeitgeber. Wenn du mindestens acht Stunden pro Woche beim selben Arbeitgeber arbeitest, ist auch die Nichtberufsunfallversicherung obligatorisch – und diese Prämie wird dir in der Regel belastet. Der Satz richtet sich nach Versicherer und Risikoklasse.

Überrascht dich hier eine Zahl, liegt es meist am Plan und nicht an einem Fehler. Verlang den Vorsorgeausweis und lies nach, wie er den versicherten Lohn definiert.

Steuern und Krankenversicherung stehen vielleicht gar nicht auf dieser Abrechnung

Eine Zeile mit Schweizer Quellensteuer kann aus zwei Gründen erscheinen. Entweder liegt dein Fall steuerlich in der Schweiz – Genf oder ein anderer Kanton ausserhalb des Abkommens der acht Kantone. Oder du gehörst zu den acht Kantonen, aber die Lohnbuchhaltung hat die erforderliche Ansässigkeitsbescheinigung 2041-AS noch nicht erhalten und zieht deshalb vorsorglich ab.

So oder so ist diese Zeile nur ein Abzug und noch keine endgültige Steuer. Über deine französische Steuerlage sagt sie nichts.

Die grössere Überraschung ist die Krankenversicherung. Bei Wohnsitz in Frankreich ist sie in der Regel überhaupt kein Schweizer Lohnabzug. Auf dem Schweizer Weg stellt dir dein Versicherer nach dem KVG, dem Krankenversicherungsgesetz, die Prämie direkt in Rechnung. Auf dem französischen Weg läuft der Beitrag über das französische System und die Urssaf, die französische Beitragseinzugsstelle. Keines von beidem erscheint hier.

Wenn du also ausrechnest, was dich diese Stelle wirklich kostet, zähl die Rechnungen dazu, die anderswo eintreffen.

Nachrechnen und eine gute Frage stellen

Bruttolohn minus deine Abzüge muss genau den Nettolohn ergeben, sobald separat ausgewiesene Rückerstattungen oder Vorschüsse berücksichtigt sind. Halt den Nettolohn danach neben deinen Kontoauszug und prüf drei Punkte: Zahlungsdatum, Währung und Empfängerkonto.

Bleibt eine Zeile unklar, frag die Lohnbuchhaltung präzise statt vage: Was ist dieser Abzug, auf welchen Lohnbetrag wurde er berechnet, und ist dieser Betrag monatlich oder jährlich? Drei konkrete Punkte bringen eine brauchbare Antwort, «Was ist das?» ein Schulterzucken.

Bewahr drei Dokumente zusammen auf, weil jedes eine andere Frage beantwortet: die Lohnabrechnung für diesen Monat, den Vorsorgeausweis für das, was deine zweite Säule tatsächlich aufbaut, und den Lohnausweis für das, was das Jahr aus Sicht der Steuerbehörden war.

Vergleiche das Ergebnis anschliessend mit der Bandbreite, die du in der Schweizer Lohnschätzung gespeichert hast. Die nützliche Frage ist nicht, ob du richtig geraten hast, sondern welche einzelne Annahme oder welcher Abzug die Differenz erklärt.

Und wenn der Lohn in CHF kommt, dein Leben aber in EUR bezahlt wird, rechne den ganzen Weg im Wechselkursvergleich durch. Entscheidend sind die Euro, die am Ende ankommen, nicht die Gebühr in der Werbung.

In diesem Ratgeber erklärte Begriffe

Quellen

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